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Modetänze

DISCOFOX

Der Discofox - in den 60er Jahren auch als „Beat-Fox“ bekannt - ging aus dem Foxtrott hervor, als Mitte der 1970er Jahre frei improvisierende Discotänzer zur Tanzhaltung zurückkehrten und den klassischen Foxtrott um Elemente aus Swing, Boogie-Woogie und Two-Step bereicherten.


Rhythmus und Musik

Der Discofox wird zum 4/4 Takt stationär getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 29 – 35 Takte / Minute (116 – 140 BPM). Da der Discofox auf drei Taktschlägen getanzt wird, kann entweder der durch die Einsteiger bevorzugte 3er-Schritt (1, 2, 3) oder 4er- oder Hustle-Schritt (1, 2, 3, &) benutzt werden. Hauptsächlich wird zu aktueller Disco-Musik und Schlagern getanzt.

Besonderheiten

Der Discofox zeichnet sich insbesondere durch seine teilweise sehr schnellen Dreh- und Wickelfiguren aus und kann auf jeder Party zum Einsatz kommen.


TANGO ARGENTINO

Der Tango Argentino entstand zwischen 1850 und 1880 im Süden von Buenos Aires, im Hafenviertel La Boca. Ein fröhlicher Tanz, aus schwarzen, kreolischen und spanischen Elementen zusammengemischt. Die geselligen Anlässe, an denen man diese Musik tanzte, wurden "Milongas" genannt, was in etwa dem Wort "Wirrwarr" gleichkommt und somit für sich spricht. Heute gilt die lebensfrohe Milonga als Vorläuferin des eigentlichen Tango Argentino.

Bedingt durch die wirtschaftliche Situation, vor allem der Einwanderer und der arbeitslosen Landarbeiter in den armen Vororten von Buenos Aires, wandelte sich der Tanz hin zum ernsten und traurigen Tango Argentino.

Die argentinische Elite wollte jedoch nichts mit dem Tanz und der Musik aus ihren Armenvierteln zu tun haben, man schämte sich für diesen Auswuchs aus den Bordellen und Gossen der Stadt. Das änderte sich jedoch, als der Tango Argentino seinen ersten Boom im fernen Paris erlebte. Tatsache ist, dass er in der feinen, auf Zerstreuung ausgerichteten Pariser Gesellschaft schnell Gefallen fand. Bereits 1910 wurde argentinischer Tango in ganz Paris getanzt und auch gelehrt. Ob dieser Entwicklung wagten es nun immer mehr angesehene Bürger des Mittelstands von Buenos Aires, sich zum Tango Argentino zu bekennen,

Nach dem legendären ersten Boom des Tangos zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebt der Tango Argentino seit den 1980er-Jahren einen neuen, weltweiten Zulauf.

Zur Unterscheidung gegenüber dem (gelegentlich europäischer Tango genannten) Standardtango des Welttanzprogramms wird die ursprünglichere (weniger reglementierte) Form des Tanzes und die zugehörige Musik weltweit Tango Argentino genannt. In Argentinien selbst ist die Bezeichnung nicht üblich, dort spricht man in der Regel schlicht von Tango.

Rhythmus und Musik

Der Tango Argentino wird zum 4/8 und 2/4 Takt, bzw. beim Vals zum 3/4 Takt progressiv durch den Raum getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 28 – 30 Takte / Minute (112 – 120 BPM).

Besonderheiten

Unter dem Begriff Tango werden mehrere Tanzvarianten zusammengefasst. Neben dem Tango Argentino an sich, werden heute auch die Milonga und der Tango-Walzer (Vals) getanzt. Daneben gibt es den ursprünglichen Candombe und den verwandten Standardtanz Tango.

Die auf dem Habanera-Rhythmus aufbauende Milonga (die ihren Namen wohl auch dem Ort des Tanzens lieh) wird wesentlich schneller und mit anderer Betonung getanzt. Man kann sie mit und ohne Schrittverdopplung tanzen (dadurch wird die Fußarbeit verdoppelt, die absolute Bewegung im Raum allerdings oft verlangsamt).

Der Tango-Walzer oder Vals hat den Takt und das Tempo des Musette-Walzers, von dem er abstammt (Musette-Walzer werden im Allgemeinen etwas schneller gespielt als ihre Wiener Pendants). Vals wird wie die Milonga mit den tänzerischen Elementen des Tangos getanzt – aufgrund des Rhythmus-Unterschieds natürlich mit anderen Betonungen und in anderer Geschwindigkeit.


NIGHTCLUB

Der Nightclub ist ein Partnertanz aus den USA, der nicht zum Welttanzprogramm zählt. Buddy Schwimmer hat diesen Tanz im Alter von 15 Jahren 1965 entwickelt. Ziel war es einen Social-Tanz zu erfinden, der auf Partys und in Nachtclubs zu romantischer Musik (Rock-Balladen) getanzt werden kann. Er nannte ihn Nightclub 2 Step.

Inzwischen hat sich der Nightclub, bedingt durch seine Aufnahme bei den Country & Western Tanzmeisterschaften, zu einem langsamen, fließenden Tanz entwickelt (teilweise als „Smooth Nightclub“ oder auch „Slow Nightclub“ benannt). Das ist dadurch bedingt, dass dort mehr Raum / Fläche, als auf einer Party oder in einem Nachtclub vorhanden ist.

Das Tanztempo hat sich somit bis heute dramatisch verlangsamt, bedingt durch größere Tanzflächen auf Country & Western Tanzmeisterschaften, etc. Früher wurde im Disco-Tempo getanzt (teilweise als „Buddy Schwimmer-Style“ benannt), heute geht man runter bis auf 52 - 64 BPM, womit der Tanz eine gewisse Faszination bekommen hat, aber auch schwieriger zu tanzen ist.

Rhythmus und Musik

Der Nightclub wird zum 4/4 Takt stationär getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 13 – 16 Takte / Minute (52 – 64 BPM). Typisch sind Rock-Balladen und romantische Musik. Einsteiger bevorzugen die schnellere Musik.


Besonderheiten

Der Nightclub - in seiner langsamen Form – fällt insbesondere durch seine typischen runden fließenden Bewegungen auf. Das Schwingen im Grundschritt kann mit dem Schwingen des Grases im Wind verglichen werden.


Swingtänze

LINDY HOP

Der Swing, getanzt zur Musik der späten 1920er Jahre, gespielt von den Größen des Jazz, wurde nach Charles Lindberghs erstem transatlantischen Flug von 1927 benannt: Die Zeitungen titelten „Lindy hopped the Atlantic“. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges spielte der Lindy Hop keine bedeutende Rolle mehr. Allerdings in den 1980er Jahren erlebte er in Amerika und Europa ein großes Revival. Heute wird er in vielen Ländern der Erde getanzt.

Rhythmus und Musik

Der Lindy Hop wird zum 4/4 Takt stationär getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 25 – 60 Takte / Minute (100 – 240 BPM). Hauptsächlich wird zu Swing und Big Band-Musik getanzt.

Besonderheiten

Eine Besonderheit ist die Rollenverteilung im Paar. Es ist nicht nur der Herr, der hier das Sagen hat – auch die Dame bekommt Freiräume, in denen sie sich so richtig austoben kann. Man könnte neudeutsch sagen, die Tänze sind interaktiv.

WEST COAST SWING

Der West Coast Swing stammt aus Kalifornien (USA) und gehört zur Familie der Swing-Tänze. Er entwickelte sich Ende 1950 / Anfang 1960 aus dem Lindy Hop.

West Coast Swing ist heute in den USA und auch teilweise in Europa weitverbreitet und gehört zusammen mit aktueller Popmusik zu den modernsten Paartänzen.


Rhythmus und Musik

West Coast Swing wird im 4/4 Takt zu praktisch jeder Musik, insbesondere Blues, R‘n‘B, Funk, Clubsounds, Pop usw. getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt 22 – 31 Takte/Minute (88 – 124 BPM), wobei das niedrige Tempo von Einsteigern bevorzugt wird.

Besonderheiten

Der West Coast Swing ist, im Unterschied zu den ursprünglich sehr freien Swing-Tänzen, „slotted“ und stationär, das heißt er wird in einem schmalen, länglichen Bereich getanzt, dem Slot, der normalerweise nicht verlassen wird.

Der Slot gehört der Dame. Die Dame tanzt im Allgemeinen auf dem Slot und wird vom Herrn von einem Ende zum anderen Ende des Slots geführt, hierbei macht der Herr den Slot frei. Falls der Herr die „Tür“ nicht aufmacht – gibt den Slot also nicht frei, so wird die Dame zu ihrer Startposition zurückgeführt.

Der West Coast Swing verfügt über keinen Grundschritt. Die Figuren basieren auf drei Figurentypen: Passes, Pushes und Whips.

Bedingt durch die offene Führung, sind die Figuren bei den ERFAHRENEn Tänzern nicht immer klar definiert. Man kann sagen, der Herr macht der Dame einen Vorschlag, oder lädt sie zu einer Figur ein, die Dame hat allerdings die Freiheit, die Einladung in ihrem Sinne frei zu interpretieren.


Lateintänze

SAMBA

Ursprünglich ist „Samba“ ein Sammelbegriff für zahlreiche Tanzformen gewesen, die im 19. Jahrhundert von den nach Brasilien eingewanderten Afrikanern mitgebracht worden waren. Deshalb ist die brasilianische Samba eigentlich als Überbegriff für unzählige Musik- und Tanzformen sowie unterschiedliche Stile zu verstehen und stellt gleichzeitig ein Symbol der nationalen Kultur dar, wie auch die brasilianische Populärmusik, die ohne Samba gar nicht denkbar wäre.

Schon in den 1920er Jahren kam die Samba nach Europa, zuerst unter dem Namen Maxixe und dann unter ihrem Originalnamen, konnte sich aber beide Male nicht durchsetzen. Der Tanz war für diese Zeit wohl zu exotisch und wurde oft als vulgär und schamlos bezeichnet. Ihren Durchbruch hatte die Samba in sehr vereinfachter Form dann im Nachkriegseuropa um 1948. Die exzessiven Hüft- und Beckenbewegungen sowie die enormen Körperbewegungen wurden für die „steifen Europäer“ entschärft, sodass die Samba salonfähig geworden war und in Frack und Abendkleid getanzt wurde.

Rhythmus und Musik

Die Samba wird zum 2/4 (teilweise 4/4) Takt progressiv durch den Raum getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 44 – 53 Takte / Minute (88 – 106 BPM).

Besonderheiten

Die europäische Variante der Samba hat heute nicht mehr viel mit der brasilianischen Tanzform zu tun. Typisch sind deutliche und schnelle Hüftbewegungen und eine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Beckens kombiniert mit dem Beugen und Strecken der Knie und Sprunggelenke, wodurch das charakteristische, sogenannte Bouncen entsteht.

CHA CHA CHA

Der kubanische Komponist und Violinist Enrique Jorrín erfand zwischen um 1950 einen neuen Tanzrhythmus, basierend auf dem kubanischen Mambo, der ein sehr schneller Tanz ist und für Nicht-Kubaner eher schwer zu tanzen war.

Der hinzugefügte schnelle Wechselschritt verursachte laut Jorrín ein scharrendes Geräusch beim Tanzen, was für ihn wie Cha Cha Cha klang und schließlich sogar zur Namensgebung des Tanzes führte.

Der Cha Cha Cha verbreitete sich schnell auch über Kubas Landesgrenzen hinweg, zuerst nach New York, wo er zum Modetanz avancierte, und im Anschluss auch bis nach Europa.


Rhythmus und Musik

Der Cha Cha Cha wird zum 4/4 Takt stationär getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 25 – 34 Takte / Minute (100 – 136 BPM).

Besonderheiten

Cha Cha Cha tanzt man sehr rhythmisch und dynamisch mit vielen kleinen kraftvollen Schritten und dem für die Lateintänze typischen Wechsel zwischen Ruhe und Bewegung.

RUMBA

Die Rumba ist ein Paartanz kubanischer Herkunft. Sie trat eine lange und faszinierende Reise an und sorgt durch einige Verschmelzungen mit anderen Stilen bis heute für eine lebendige Geschichte. Wegen dieser Verschmelzungen sei bemerkt, dass der international bekannte Tanz- und Musikstil Rumba überhaupt keine Ähnlichkeit mit der traditionellen Rumba auf Kuba aufweist.

Die Ursprünge der Rumba liegen in einer afrikanischen Tradition, die in die Neue Welt gebracht wurde.

Die Milonga, eine Vorläuferin des argentinischen Tangos, beeinflusste auf Kuba den Son-Bolero. Diese beiden Stile sind die Zutaten der hierzulande bekannte Rumba. Umgetauft gelangte der Son-Bolero, also die Rumba, in rhythmisch sehr vereinfachter Form dann Anfang der 1930er Jahren auch nach Europa. Die Nationalsozialisten verboten die Rumba jedoch als entartete Kunst und auch in anderen Ländern ließ das Interesse nach. Richtig etablierte sich die Rumba erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Rhythmus und Musik

Die Rumba wird zum 4/4 Takt stationär getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 24 – 31 Takte / Minute (96 – 124 BPM).

Besonderheiten

Der Tanz beginnt eigentlich auf dem vierten Schlag eines Taktes, was bei Turniertänzern auch üblich ist. Einsteiger lernen hier dagegen der Einfachheit halber oft den Tanz auf dem ersten Taktschlag zu beginnen und erst in Erfahrener Stufe wird die rhythmische Genauigkeit eingeführt.

PASO DOBLE

Der Paso Doble ist vom Ursprung ein spanischer Tanz. Jedoch zählt er traditionell zu den lateinamerikanischen Tänzen, und ist seit den 1960er Jahren im Welttanzprogramm enthalten und schon seit 1945 ein offizieller Turniertanz.

Pasodoble bedeutet im Spanischem den „Doppelschritt“. Anfang des 15. Jahrhunderts sollen die Zigeuner - gitanos genannt, nach Andalusien eingewandert sein und sollen die iberische Kultur bedeutend mitgeprägt haben. Man vermutet, dass die gitanos den Paso Doble seit Mitte des 16. Jahrhunderts regelmäßig zu ihren Feierlichkeiten im ganzen Land getanzt haben. In vereinfachter Form verbreitet sich dieser Tanz im Laufe der Zeit sowohl in Lateinamerika als auch ab etwa 1910 in anderen europäischen Ländern.
Die Figuren des Paso Doble tragen oft französische Namen, da er in den 1920er Jahren in Frankreich choreographiert wurde. Er ist ein Tanz, der meistens komplett choreographiert ist, weshalb er sich nicht einfach frei tanzen lässt. Obwohl er in Tanzschulen unterrichtet wird, ist der Paso Doble weniger populär und wird außer auf Tanzturnieren eher selten getanzt.

Rhythmus und Musik

Der Takt des Paso Doble ist im Laufe der Zeit mehrmals geändert worden. Heute wird nur noch ein 2/4 Takt benutzt und er wird progressiv durch den Raum getanzt. Das Tempo ist sehr hoch, bei etwa 60 - 62 Takten / Minute (120 – 124 BPM).

Die Musik erinnert stark an die Musik, die den Matador beim Eintritt in die Arena begleitet oder kurz bevor er den Stier tötet. Blas- und Streichinstrumente ahmen die Dramatik, Bewegung und den Klang der corrida nach und erzeugen so die Dramatik. Die Melodie ist energisch und klar strukturiert. Die erwähnte Phrasierung und der choreographische Charakter zeigt sich auch in jedem Musikstück, allen voran natürlich im 1932 erstmals uraufgeführten españa cañí. Es besteht in der Regel aus jeweils 3 Teilen, einer Einleitung und zwei Hauptteilen. Im ersten Teil, betritt der Matador die Arena und präsentiert sich dem Publikum, dabei schreitet er stolz umher, weshalb in diesem Teil die Marschmusik dominiert. Im zweiten Teil überwiegt dann der Flamenco Anteil, der spanische Stolz zeigt sich und das Spiel mit dem Stier beginnt. Im letzten Drittel jubelt das Publikum schließlich dem Torero zu, die Musik feiert ihn wie bei einem Fest, bevor er schlussendlich den Stier erlegt.

Besonderheiten

Jede Choreographie muss diese Phrasierung der Musik reflektieren, in den Pausen zwischen den 3 Teilen nehmen die Tänzer statische Posen ein und akzentuieren damit diese sogenannten Höhepunkte. Welche Geschichte die Choreographie im Detail erzählt, ist dem Choreographen freigestellt, so sind durchaus unterschiedlichste Interpretationen der corrida möglich.
Ein ganz besonderes Markenzeichen des Paso Doble ist der vielen Figuren vorausgehende Appell, ein vorbereitender Schritt, der dazu dient, eine Bewegung einzuleiten. Typische Figuren sind außerdem die Promenade, das Chasse Cape, der Twist Turn und die Flamenco Taps.
Diese Besonderheiten und ein fehlender Grundschritt machen den Paso Doble zu einem nicht ganz einfachen und auf freien Tanzveranstaltungen nicht oft anwendbaren Tanz. Doch gerade diese Sonderstellung und seine einzigartige Atmosphäre, machen ihn auch besonders spannend und reizvoll. Die Art des Spiels zwischen Herrn und Dame ist so in keinem anderen Tanz zu finden.

JIVE

Der Jive hatte sein Ursprung im Swing, Boogie-Woogie und Rock’n’Roll. In den 1960er Jahren wurden die unterschiedlichen Stile durch englische Choreographen, die alle diese Tänze miteinander verbanden und umgestalteten, zusammengeführt. Heraus kam der lebendige, aber immer noch elegante Jive, sozusagen eine zivilisierte Variante all seiner Verwandten.

Rhythmus und Musik

Der Jive wird zum 4/4 Takt stationär getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 32 – 44 Takte / Minute (128 – 176 BPM). Die Jive-Musik ist aus dem Blues und anderen Swing-Richtungen in den Südstaaten der USA entstanden. Zu den klassischen Stücken gehören Songs von Elvis, Chuck Berry oder Chubby Checker sowie andere Stars jener Zeit.

Besonderheiten

Der Jive zeigt ganz besonders viel Lebensfreude. Charakteristisch für diesen Tanz sind viele offene Figuren ohne geschlossene Tanzhaltung, diverse Kicks und Twist.

Standardtänze

LANGSAMER WALZER

In Amerika entwickelte sich um 1870 eine langsamere Variante des Wiener Walzers, der unter dem Namen Boston bekannt wurde. Um 1920 entwickelte sich daraus in England der Langsame Walzer, der auch „English Waltz“ genannt wurde. Da er wohl der harmonischste Standardtanz ist, wird er häufig als erster Tanz in Tanzkursen gelehrt.


Rhythmus und Musik

Der Langsame Walzer wird zum 3/4 Takt progressiv durch den Raum getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 26 – 32 Takte / Minute (78 – 96 BPM). Einsteiger bevorzugen die schnellere Musik.

Besonderheiten

Der Langsame Walzer wird mit einem ausgeprägten Heben des Fußes auf den Ballen und anschließendem Wieder-Absenken auf die Ferse getanzt, wodurch der schwebende Effekt dieses Tanzes entsteht.

Traditionell gilt der Langsame Walzer neben dem Wiener Walzer als Eröffnungstanz des Brautpaares bei Hochzeiten. Der Langsame Walzer ist jedoch intimer und berührender, sodass die Stimmung wahrscheinlich besser transportiert werden kann.


TANGO

Der Tango wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Reisen nach Argentinien und Uruguay mitgebracht, und faszinierte zunächst die Menschen in Paris. Um 1920 formten die Engländer den südamerikanischen Tango neu und passten ihn dem englischen Bewegungsstil an. Ab 1930 übernahmen auch die Deutschen den Tanz in dieser Form.

Er stammt also vom traditionellen Tango Argentino ab, mit dem er aber tatsächlich wenig Ähnlichkeit hat.

Rhythmus und Musik

Der Tango wird zum 4/4 (modern, 2/4 klassisch) Takt progressiv durch den Raum getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 30 – 34 Takte / Minute (120 – 136 BPM).

Besonderheiten

Der Tango unterscheidet sich von den anderen Standardtänzen dadurch, dass er kein sogenannter Schwungtanz ist, also keine durchgängige, fließende Bewegung darstellt.


WIENER WALZER

Der Wiener Walzer entstand in den Vororten von Wien und den alpinen Regionen Österreichs in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Walzer war ursprünglich ein Volkstanz, der von der bäuerlichen Bevölkerung in Österreich und Bayern getanzt wurde. Seinen Namen erhielt er, weil er auf dem Wiener Kongress 1814/1815 getanzt wurde. Viele der Walzermelodien können auf bäuerliche Jodellieder zurückgeführt werden. Das Wort Walzer stammt von dem alten deutschen Wort „walzen“, womit drehen und gleiten gemeint wurde.

Rhythmus und Musik

Der Wiener Walzer wird zum 3/4 (oder 6/8) Takt progressiv durch den Raum getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 50 – 60 Takte / Minute (150 – 180 BPM). Häufig wird zu eher traditioneller Musik getanzt, jedoch findet man auch interessante Musikstücke in der Pop- und Rock-Musik, so z.B. Perfect - Ed Sheeran, Nothing Else Matters  - Metallica, Come Wake Me Up – Rascal Flatts und Earned It - The Weeknd (siehe Spotify Playlist „Wiener Walzer – Spezialitäten“).

Besonderheiten

Der Wiener Walzer wird häufig zu Beginn von festlichen Anlässen getanzt, z.B. auf dem Wiener Opernball. Bei Hochzeiten gilt er nach wie vor als klassischer Eröffnungstanz des Brautpaares.

SLOWFOX

Der Slowfox ist neben dem Quickstep der einzige Swingtanz unter den Standardtänzen, womit auch schon seine Herkunft klar ist. In seiner ursprünglichen Form kommt er aus Nordamerika. Slowfox und Quickstep sind beide aus dem Foxtrott entstanden, der sich etwa zwischen 1910 und 1915 aus dem Ragtime, One Step und Two Step gebildet hatte. Die englischen Tanzlehrer und Choreographen haben den Foxtrott in den 1920er Jahren dann nach englischem Stil ausgebaut. Mit dem Schrittansatz auf der Ferse und der neuen Körpertechnik war nun viel größerer Schwung möglich. 1922 war dann die heute noch gültige Form des Foxtrotts gefunden. Aufgrund der unterschiedlich schnell gespielten Musik spaltete sich dann ab dem Jahr 1924 eine langsame Variante, der sogenannte „Slow Foxtrott“ (Slowfox), und eine schnelle Variante, der Quickstep, vom Foxtrott ab, der aber selbst als Tanz erhalten blieb.

Rhythmus und Musik

Der Slowfox wird zum 4/4 Takt progressiv durch den Raum getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 28 – 30 Takte / Minute (112 – 120 BPM). Aufgrund ihrer Entwicklung ist die Musik stilistisch dem Jazz sehr nahe.

Besonderheiten

Technisch besonders schwierig, weil man trotz unterschiedlich schneller Schritte, ganz sanft und gleichmäßig tanzen muss.



QUICKSTEP

1925 begann in England das Charleston-Fieber, aus dem nach und nach, kombiniert mit schnellen Foxtrott-Schritten, der Quickstep entstand. Der Charleston selbst war zu wild und zu aggressiv, um seinen anfänglichen Erfolg auf längere Zeit hin fortzuführen.

Rhythmus und Musik

Der Quickstep wird zum 4/4 (selten 2/4) Takt progressiv durch den Raum getanzt. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 48 – 54 Takte / Minute (192 – 216 BPM).

Besonderheiten

Leichte hüpfende Bewegungen zeichnen ihn aus. Die schnellen Schrittkombinationen sollen pure Lebensfreude vermitteln.


Weitere Tänze

LINEDANCE

Der Linedance geht wahrscheinlich auf die Volkstänze der europäischen Einwanderer in den USA zurück. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich der Square und Contra Dance und Ende des 19. Jahrhunderts daraus der Country & Western Dance. In den 1960er Jahren nahm die Attraktivität der Contra Dances, bei dem die Tänzerinnen und Tänzer in zwei Linien gegenüber tanzten. Anfang der 1980er Jahre entwickelten sich daraus die ersten Line Dances. Gleichzeitig tanzten auch einige Paare den Partner Dance, bei dem auch zu festgelegten Choreografien – wie beim Linedance – getanzt wurde.

Linedance ist traditionell ganz stark mit der Country Musik verwoben.

1992 schwappte die Welle des Linedance mit dem Country Song Achy Breaky Heart, zu dem aus Promotionsgründen eine Linedance-Choreografie gemacht wurde, auch nach Europa herüber. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre begann man Linedance, neben der Country Musik, auch zur Pop-Musik zu tanzen. Hier unterscheidet man die Tänzer oft in die Fraktionen, die mit Cowboy Stiefeln zu Country Musik oder mit Sneaker zu New-Country und Pop-Musik tanzen.


Rhythmus und Musik

Im Linedance gibt es nicht den einen Rhythmus. Linedance wird zu fast allem getanzt, was tanzbar ist. Somit findet man den Langsamer Walzer, Tango, Cha Cha, Rumba, Jive, Polka, Nightclub und West Coast Swing wieder, um nur die wichtigsten Tänze zu nennen.
Traditionell wurde anfangs natürlich hauptsächlich zur Country Musik getanzt, aber die Country Musik wurde moderner und wandelte sich teilweise zur Pop-Musik hin. Auch wurde zu weiteren Musikstilen, wie Blues, Swing, Rock, Pop, Rhythm & Blues, Hip Hop und Irische Musik (Riverdance, Lord of the Dance) Linedance getanzt.

Besonderheiten

Line Dance ist eine eigenständige Tanzart, die in Linien (Lines) neben- und hintereinander getanzt wird. Bei dieser Art zu tanzen ist kein Partner erforderlich.

Jeder einzelne Tanz besteht aus einer speziellen Choreografie. Die Choreografien werden zu einer bestimmten Anzahl von Takten getanzt und wiederholen sich regelmäßig - oft mit einer oder mehreren festgelegten Richtungsänderungen - bis das Lied zu Ende ist. Wichtig ist, dass die Tänzer möglichst synchron, also dieselben Schrittfolgen tanzen und dabei gleichzeitig und gemeinsam die Blickrichtung wechseln.



Oldies but Goldies

BEBOB

Man glaubt es kaum, aber es ist bis heute nicht bekannt, wer diesen beliebten Anfängertanz erfunden hat. In der Regel wird er zu Beginn eines fast jeden Beginner-Kurses unterrichtet. Da er sich durch einfache Schritte auszeichnet, kommt dieser Tanz gut an. Ist man länger dabei, kann man den BeBop auch Contra, also gegenüber tanzen. Spätestens nach diesem ersten Erfolgserlebnis, wird man definitiv Lust auf mehr haben.


CANADIAN STOMP

Von Tänzern gern liebevoll mit “Spitze, Hacke, Stampf” oder typisch Country bezeichnet, kann man sagen, dass der Canadian Stomp das typische Linedance-Klischee erfüllt. Nach Deutschland kam der Tanz im Herbst 1996 durch einen Berliner Workshop. Für Beginner gut tanz- und leicht erlernbar, erfreut er sich großer Freude und Beliebtheit, nicht nur in Europa.


COUNTRY WALKING

Wie der Name bereits verrät, wird es nun ein wenig entspannter, zumindest, was den Anfang betrifft. Ein wenig ruhiges vor- und zurücklaufen, während man sich bemüht, nicht auf seine Mitstreiter zu gucken, die sich ggf. vertanzen könnten. Besonders interessant wird ein Schritt, der sogenannte “coaster step”, der in den Liloda-Oldies zum ersten Mal auftaucht. Er besteht zwar nur aus drei Schritten, sollte aber dennoch erst sehr langsam geübt werden. Während des Tanzens, nie den Spaß vergessen, gern auch mal lachen und über eigene “Fehler” schmunzeln – Es ist bekanntlich noch kein Meister vom Linedance-Himmel gefallen.


BLACK COFFEE

Weltweit verbreitet und sehr beliebt ist der Black Coffee. Spätestens, wenn mehrere hundert Linedancer das Parkett stürmen, könnte es sich um diesen Tanz handeln, welcher auf fast allen Partys gespielt wird. Interessant ist dabei, dass er zu etlichen verschiedenen Songs tanzbar ist. Der Grund dafür ist sein deutlich erkennbarer Rhythmus. Als Beginner sollte man sich zuvor mit kürzeren Tänzen beschäftigen und bereits einige Grundschritte erlernt haben. Für den Black Coffee wurden 48 counts choreografiert, was für einen Einsteigertanz schon ziemlich viel ist.


BOSSA NOVA

Spätestens jetzt sollte mit den ersten Vorurteilen, Linedance sei nur was für Countryfans, aufgeräumt werden. Tatsächlich ist diese Tanzform nie mit typischen Cowboys in Berührung gekommen. Die Tanzart hat also ganz und gar nichts mit dem “Wilden Westen” zu tun. Linedance-Choreographer beschäftigen sich mit Tänzen in jeder Musikrichtung, so verhält es sich auch mit dem Bossa Nova. Ein Tanz, der zwar aus 64 counts besteht, sich aber gar nicht so anfühlt. Schnallt euch an, es wird schneller als bisher. Mitsingen ist erlaubt, könnte aber zu einer kurzzeitigen Schrittamnesie führen.

BREAD & BUTTER

Bread and Butter, ist keineswegs das Frühstück aus einem Bed and Breakfast Hotel, es handelt sich um einen sehr beliebten Tanz. Typisch Country, gleichmäßiger Rhythmus, ideal um in das Linedance-Geschehen etwas tiefer einzusteigen. Durch "coaster step", "shuffle turns" und den "monterey turn", kommen einige neue Schritte ins Repertoire, die zu Beginn ein wenig Übung benötigen, später aber in vielen Choreografien vorkommen.


CCS

Im Linedance gibt es verschiedene Motions, hier handelt es sich zum Beispiel um einen Cuban, vergleichbar mit dem bekannten Cha Cha Cha. Wer denkt, es gibt beim Linedance nur Cowboys mit Stiefeln und passender Musik, der irrt. Auch diese Art zu Tanzen hat schon lange über den Tellerrand hinausgeschaut. Der Vorteil, man braucht beim C.C.S. keinen Partner, kann aber dennoch Cha Cha tanzen. Nicht allzu schnell, eignet sich der Tanz gut als Einstieg in die “Cuban-Motion”.


CHATTAHOOCHEE

“Der Rhythmus bei dem man mit muss”, so heißt es oft. Spätestens bei diesem Song zuckt auch der letzte Fuß unauffällig unter dem Tisch. Das muss nicht sein, rauf aufs Parkett und mitgemacht, euch erwartet schnelle Musik. Lächeln und auf geht’s. Ein paar kniffelige Stellen zu jedoch bereits bekannten Schritten, sind für jedermann machbar. Spaß ist garantiert, man darf nur nicht zu groß tanzen.


CHILL FACTOR

Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Der DJ spielt einen Song, man sitzt alleine auf seinem Stuhl bei einer Party, da einen keiner begleiten wollte. Eigentlich habt ihr überlegt die Veranstaltung zu verlassen, doch wie aus dem Nichts rennen, ja genau rennen, Menschenmassen auf's Parkett, ziehen dich mit, ob du willst oder nicht. Gemeinsam startet eine Art Flashmob, der einfach nur Lust auf mehr macht. Schnell wird die Party zum besten Event im Jahr, denn auf der Fläche herrscht eine Art miteinander, man lächelt sich zu, es wird mitgesungen, geklatscht, gefeiert. Glaubt uns, genauso so und nicht anders verhält es sich beim Chill Factor. Also nix wie los.


CLOSER

Fast hätten wir gesagt es wird ruhiger, aber stimmt nur bedingt. Wunderschöne entspannte Musik, zügiges Tempo - Tänzer würden sagen: “der Tanz läuft einfach durch”, was so viel heißt wie, dass es sich um eine gute Choreografie handelt, die sich automatisch ergibt, man muss nicht viel nachdenken, natürlich sollte man dennoch die Schritte vorher lernen. 


COASTIN'

Wer die Irish Dance Show “Lord of the dance” liebt, der wird diese Choreografie lieben. Angelehnt an den bekannten gleichnamigen Song, fühlt man sich gleich als Mitglied dieser Show. 

DIZZY

Der Name ist nicht zufällig gewählt, denn schon beim Zusehen wird einem schwindelig. Herrlich dieser Tanz, man sollte genau hinsehen, um sich die Richtung zu merken. Hier heißt es Augen auf und durchgedreht.

Liloda-Tipp: Zunächst nur die Seite 1 üben, damit man die Schritte nicht vermischt, erst danach die Seiten stückweise zusammen üben.

DOCTOR DOCTOR

Tanzen bis der Arzt kommt. Wenn der DJ “bad case of loving you” spielt, rennen die Tänzer förmlich auf das Parkett. Doctor, Doctor richtet sich an alle mit etwas mehr Tanzerfahrung, denn hier sind nicht nur schnelle Schrittkombinationen gefragt, sondern auch Durchhaltevermögen. Zudem enthält der Tanz eine Brücke, hier werden an einer bestimmten Stelle zusätzliche Schritte eingefügt, sowie einen sogenannten Restart, an dem der Tanz mittendrin von vorn begonnen wird. 

ELECTRIC SLIDE

An dieser Stelle nicht wundern, der Electric Slide ähnelt dem BeBop. Das ist also kein Fehler, sondern dieser Tanz ist so choreografiert. Vorteilhaft für alle Beginner, da es keine großen Veränderungen gibt. Jeder Musikgeschmack kann dabei seine Nische finden, denn fast jeder Song passt zu diesen Schritten. 

FLOBIE SLIDE

Flobie Slide ist ein sehr einfacher und schnell erlernbarer Tanz, der sofort für kleine Erfolge sorgt. So wird es allen Spaß machen. Ein Fuß wird nach dem anderen gesetzt, nicht viele Drehungen und ein erstes Annähern, was die Raumrichtung angeht, verhilft jedem zu einem positivem Erlebnis.

GHOST TRAIN

Ab geht’s nach Griechenland in den Kurzurlaub. Wer kennt nicht die bekannte Musik zum Sirtaki, der scheinbar in dem beliebten Urlaubsland seinen Ursprung fand. Das Film-Epos “Alexis Sorbas” machte diesen Tanzstil berühmt, der später auch im Linedance Einzug erhielt. Spätestens bei den ersten Takten hält keiner mehr die Füße still. 

IRISH STEW

Spätestens jetzt wird’s warm. Keine Angst, kein Eintopf aus Irland, aber ein sehr schwungvoller Tanz erwartet euch. Sham Rock stellt die passende Musik zu einem schnellen Irish Stew mit 32 counts. Lebensfreude, Ausgelassenheit und die Freude am gemeinsamen Tanzen zeichnen diesen erfrischenden Tanz aus. 

LIGHTNING POLKA

Es wird schnell. Einsteigen, anschnallen und ab geht die Post. Tatsächlich erinnert die Musik an Filme aus dem wilden Westen, dennoch wird nun dabei getanzt. Alle diejenigen, die gern auch mal in die Weite “springen” wollen sind nun gefragt. Baut die Lampen ab, schiebt die Tische zu Seite, diese Polka zeigt eine ganz andere Seite des Linedance.

ROSE GARDEN

Jo Thompson ist eine weltweit bekannte Choreografin, die bisher über 288 Tänze entwickelt hat. Die Tänzer sind stets begeistert und auch ihr werdet es sein. Mitsingen ist erlaubt, wir warnen jedoch davor dies zu tun, bevor die Schritte gut klappen. Ein keiner Orientierungsverlust ist möglich, kann jedoch durch bewusstes nach oben schauen vermieden werden. 

SOME BEACH

Wenn wir ständig von beliebten Tänzen reden ist dies nicht gelogen, denn wir stellen euch zum Erlernen einiger Choreografien, die vor, welche auf den Partys am meisten gespielt werden, so dass jeder mitmachen kann. Mit Some Beach verhält es sich ganz genauso. Wenige Schritte, die den Einstieg entspannter machen, aber nicht weniger Spaß bringen. 

RITA'S WALTZ

Die Motion wird geändert. Es handelt sich bei dieser Choreografie, wie der Name bereits verrät ein Walzer, im Linedance als Rise and Fall bezeichnet. Ein ruhiger Tanz, der besonders schön wird, wenn man versucht die Technik des Langsamen Walzers mit einfließen zu lassen. Aber Stück für Stück, nicht alles am Anfang. Beim Tanzen ist es wie auch in anderen Lebensbereichen. Der Weg ist das Ziel. 

WAVE ON WAVE

Neue Schritte neues Glück. Alan Birchall hat diesen tollen Tanz erschaffen. Es wird berichtet, dass diese Choreografie recht schnell entstanden ist, was für ihn eher ungewöhnlich war. Seit 2003 erfreut sich der Linedance großer Beliebtheit und wird auf der ganzen Welt zu Pat Greens gleichnamigen Song “Wave on Wave” getanzt. Die Choreografie ist wie gemacht für dieses Lied und macht sie daher auch so eingängig. 

WHERE WE'VE BEEN

Augen zu und träumen. “Remember when” singt Alan Jackson, während man als Motion einen Smooth, hier einen Nightclub, tanzen darf. Tanzen ist nicht nur Träumen mit den Beinen, sondern auch ein Lebensgefühl, welches jetzt aufs Parkett gebracht werden darf. Wenn man den Dreh einmal raus und die Zeit hat, auf die Musik zu hören, wird sich eine ganz besondere Stimmung ergeben. 

SLIPPERY

Auf jeder Party ein Muss, Slippery – der Tanz der Länder und dessen Tänzer verbindet. Ilse DeLange mit ihrem großen Hit “World of hurt” hat Triple XXX zu dieser Smooth-Choreografie inspiriert, welche seit Jahren einer der beliebtesten Tänze ist. Smooth bezeichnet hierbei eine der Motions, die es im Linedance gibt, zu der auch der West Coast Swing gezählt wird.

Damit der Slippery an den West Coast erinnert findet man typische Schrittkombinationen, die ein wenig Vorerfahrung erfordern.

RHYME OR REASON

Schnell, schneller Rhyme or Reason. Ein Restart wird einen in Atem halten, denn wenn man einen solchen verpasst, ist die Choreografie nicht mehr stimmig. Der Vorteil während dieser Choreografie ist, dass man ihn bei diesem Tanz gut raushören kann.

Liloda-Tipp: Sollte man unsicher sein, stellt man sich niemals an den Rand. Viele Linedance-Choreografien haben 4 Wände, das heißt alle Tänzer werden sich irgendwann zu einem umdrehen. Daher ist die Mitte die sicherste Wahl, hier hat man die Möglichkeit immer mal rechts und links zu abzugucken.

TUSH PUSH

Hacke, Spitze, Hüfte, Drehen – das macht den Tush Push aus. Allseits bekannt, beliebt und einfach etwas anders. Die Choreografie ist ein altes Schätzchen, das jedoch nie in Vergessenheit geraten ist. Damit das so bleibt, findet dieser Tanz auch in unserer Liloda Mediathek einen Platz. 

FOOTLOOSE

Der Film ist vielen von euch bekannt. Rob Fowler überlegte sich hierzu eine rasante, wirklich schnelle Choreo, die ein wenig Kondition erfordert. Zudem beinhaltet der Tanz einige Brücken und Restarts, was den Footloose spannend, interessant, aber auch ein wenig schwieriger macht. Spaß ist garantiert, ebenso wie die ein oder andere Schweißperle.

Liloda-Tipp: kleine Schritte, bei schnellerer Geschwindigkeit, erleichtern das Tanzleben.

GREASE LIGHTNING

Wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt sofort “Grease Lightning” daher. John Travolta in einer seiner besten Rollen, als Danny in dem bekannten Film “Grease”, ist wohl allseits bekannt. Grandiose Tanzmusik lässt fast jeden mit den Beinen zappeln. Genauso sah es auch Michele Burton, welche die Choreografie dazu gemacht hat. Bevor mit dem Tanz gestartet wird, kann man sich gern noch einmal die Szene in der Autowerkstatt ansehen, in der John Travolta mit seinen Kumpels den Traum vom “geölten Blitz” verwirklichen will. So blitzartig schnell wird auch diese Choreografie sein. Die Schritte gar nicht allzu schwer, aber in ihrer Kombination anspruchsvoller. Der Tanz besteht aus drei verschiedenen Teilen, die sich in immer anderen Abständen abwechseln. Spaß und gute Laune sind bei diesem Tanz vorprogrammiert.

SOMETHING IN THE WATER

2010 wurde dieser Song von Brooke Fraser veröffentlicht, der es schnell unter die Top 10 schaffte. Kurze Zeit später erlangte die dazugehörige Choreografie von Niels B. Poulsen in der Linedanceszene ihr Ansehen. Oft getanzt, gewünscht und gespielt, ist dieser Tanz bis heute nicht wegzudenken.   

HAVE FUN GO MAD

Wenn Laura Kilian an ihre ersten Linedancepartys zurückdenkt, kommt ihr sofort dieser Tanz in den Sinn. Alle Klischees sind sofort zerstört wurden, denn der Song ist so gar nicht Country. Damals dachte sie sich noch, wie geht es, dass alle diese Menschen auf der Fläche die gleiche Choreo kennen? Das ist das wirklich faszinierende an dieser Form des Tanzens, dieses Verständnis ohne Worte. Also, ab geht's und mitgemacht. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, gern darf man eigene Bewegungen ausleben, wenngleich die Choreografie erhalten bleiben sollte. 

THE QUEEN

Christine von Christine and the queens haben einen wunderbaren französischen Song komponiert, der einen Rhythmus hat, zu dem man einfach eine Choreografie erfinden muss. Man kann nicht mehr sagen, als dass dieser Tanz einfach ANDERS ist, so anders, dass er gut in das Liloda Repertoire passt. 

AUF UNS

Oliver Seefeldt war es, der diese Choreografie auf einer Tanzreise erfunden hat. Im März 2020 kam sie während des ersten Lockdowns direkt in den Livestream. Eine Hommage an die Tänzer und Tänzerinnen, denen man einfach Danke sagen wollte, für alle lieben Worte, die unterstützend und motivierend zugleich waren, danke dafür, dass sie da sind. So wurde “Auf uns” ein Tanz des “Dance Discounter”, der auf keiner Tanzschulparty fehlen darf.

Ein Leben ohne Tanzen ist möglich, aber sinnlos, daher runter vom Sofa und mitgemacht. Gemeinsam kann man alles schaffen.

THE BEAST

The Beast ist wohl einer der außergewöhnlichsten Tänze, die es beim Linedance gibt. Rob Fowler ist der Begründer, dieser Choreografie, an der sich bis heute noch fast jeder die Zähne ausbeißt. Nicht umsonst handelt es sich um ein Advance Tanz, der viel Vorerfahrung benötigt. The Beast zählt zu den unangefochtenen Klassikern in der Szene und sorgt regelmäßig bei Alt und Jung für Spaß und auf Events für volle Tanzflächen. Lässt man seiner Kreativität freien Lauf, kann man sein ganzes Können entfalten

ISLAND IN THE STREAM

Wer kennt nicht den weltweit bekannten Song von Dolly Parton und Kenny Rogers. Vor allem zweiterer gilt in der Linedances-Szene mit seinen Liedern als fester Bestandteil. Als Cuban bezeichnet man hier die vorherrschende Motion, die in dem Falle mit einem Cha Cha vergleichbar ist. Nicht zu schnell bewegt man sich über die Tanzfläche zu wunderbarer Musik, bei der ein Mitsingen nicht ausgeschlossen ist. 

CHA CHA LOCO

Nun gehts wieder ans Eingemachte. Wieder ein Cuban, der natürlich für Feuer, Schnelligkeit, sowie flinke Füße steht. Der Song ist meist bekannt und so bekommt man auch direkt Lust, dazu zu tanzen. Zunächst sollte man sich langsam an die Schritte tasten und sich nicht von Videos im Netz verunsichern lassen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, so sollte Geduld hier die erste Tugend sein. 

COWBOY UP!

Eingängiger Rhythmus, lockere und schnelle Beine, Spaß, kleinere Sprünge, das sind die Hauptmerkmale dieser Choreografie. Beim Cowboy up, geht’s es in die Luft. Kicks und Jumping Jacks, aber auch verschiedene Drehungen, machen den Reiz an diesem Tanz aus. Hier kommt jeder ins Schwitzen, denn Tanzen ist Sport, der natürlich auch Spaß machen kann – diese Choreografie wird einheizen. 

ROMPIN' STOMPIN'

Typisch Country, typsich Linedance – diese Choreografie zur Musik von Scooter Lee, nimmt einen mit in eine Welt, die definitiv anders ist, als die typische des Standard und Lateintanzens. Popo wackeln, Hacke, Spitze, Klatschen und Drehen ist angesagt. Für alle, die Country lieben, die verlieben sich auch in Rompin’ Stompin’.

TWIST WITH THE FAT BOYS

Ein Novelty wie er im Buche steht, auch gern als Spaßtanz übersetzt. Der Song “the twist” macht nicht nur Laune sondern versetzt uns in eine Zeit die den Twist geprägt hat, die 60iger Jahre. Die Choreografie macht so viel Spaß, dass man sich schnell verausgabt. Der Tanz hat zwei Teile, welche sich abwechseln. Hört man auf die Musik, muss man sich dies nicht merken, sondern weiß recht schnell, um welchen Teil es sich handelt. Aufgrund dieser Tatsache, gilt der Twist auch nicht mehr als Beginner-Tanz, sondern ist als Intermediate eingestuft worden. 

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